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DXF-Importfilter


Video zum DXF-Import

Kurzbeschreibung:

Der DXF-Importfilter dient zum Konvertieren von Zeichnungsdaten, welche im dxf-Format vorliegen, nach DIN-G-Code für die Software KinetiC-NC. Der Importfilter liest Dateien im DXF-ASCII-Format.
Es werden folgende Elemente aus DXF-Dateien gelesen und berücksichtigt:

  • Layer (Layernamen werden angezeigt)
  • Line (Linien mit 2 Vektoren in 2D oder 3D)
  • Circle (Kreis mit Mittelpunktvektor in 2D oder 3D und Radius)
  • Arc (Winkel)
  • Polyline (Als offene oder geschlossene Linie)
  • Vertex (2D oder 3D, Punkte für Polyline)
  • Point (2D oder 3D)

Was wird importiert ?

Nicht unterstützt werden B-Splines (Bezier-Linien), ebenfalls keine 3D-Solid Daten. Allerdings werden alle o.a. Unterstützen Elemente auch in 3D unterstützt, also mit Z-Werten.

Falls die Elemente Point oder Polyline (mit nur einem Vertex) enthalten sind, werden diese als Bohrpunkte interpretiert.
Linie, Polyline und Arc werden in Segmenten zusammengefasst, wenn sie gemeinsame Anfangs/Endpunkte haben. Die Toleranz des Fangens dieser Punkte kann per Software eingestellt werden und liegt standardmäßig bei 0,001mm.


Die Fräsrichtung

Die Richtung der einzelnen Elemente wird dabei angepasst und eventuell geändert. Die Fräsrichtung eines einzelnen Segments richtet sich daher nach der Richtung, wie das erste, gefundene Element gezeichnet wurde. Es besteht auch die Möglichkeit, einzelne Segmente zu löschen bzw. einzelnen Segmenten eigene Z-Tiefen, Laserleistung oder Vorschübe anzugeben.


Der Import-Vorgang:

Die zu importierende Datei wird unter Menü/Import Zeichnung ausgewählt und geöffnet. Wenn diese Datei korrekte, lesbare DXF-Daten enthält, öffnet sich folgender Dialog:

Im oberen Feld werden die Layer mit Daten angezeigt. Layer in der Datei, die keine auswertbaren Daten enthalten, werden nicht dargestellt. Layer können einzeln aktiviert / deaktiviert werden. Nur aktive Layer werden dann importiert. Die Größe der zu importierenden Daten wird immer aktualisiert und bezieht sich nur auf die aktiven Layer/Segmente. Durch Klick auf die Reiter der linken Seite erscheinen folgende, weiteren Einstellungen


Die Beschreibung der einzelnen Optionen


Reiter: Layer Standardwerte

DXF Layer Standardwerte

DXF Layer Standardwerte

Hier wird festgelegt, welche Daten zur Konvertierung der einzelnen Layer herangezogen werden sollen.

Z-Tiefe

1) Für alle Layer wird die im Feld Globale Einstellung eingestellte Z-Tiefe für das Fräsen/Bohren verwendet.
2) Jeder Layer wird mit individuellen Werten eingestellt
3) (nur aktiv, wenn Layer 3D-Daten enthält) Es werden die Z-Werte aus den Layerdaten benutzt.


Vorschub

1) Für alle Layer wird der im Feld Globale Einstellung festgelegte Wert benutzt.
2) Jeder Layer hat individuelle Vorschub-Werte


Nullpunkt-Verschiebung

1) Der Nullpunkt wird nicht verändert, sondern bleibt, wie in der Datei vorgegeben.
2) Der Nullpunkt wird in die linke untere Ecke des Werkstücks gelegt.
3) Der Nullpunkt wird in die Mitte des Werkstücks gelegt.


Werkzeuge

1) Für alle Layer wird der in dem Feld Globale Einstellung festgelegte Wert benutzt
2) Jeder Layer hat ein eigenes Werkzeug.


Reiter: globale Einstellungen

Hier werden die Einstellungen getroffen, die sowohl als Vorschlagswerte zum Ändern der individuellen Werte eines Layers benutzt werden als auch die Globalen Werte, wenn keine individuellen Werte eingestellt werden. Dabei wird unterschieden für Fräsdaten und Bohrdaten (nur verfügbar, wenn in der Datei mindestens ein Layer Bohrdaten enthält).

DXF Globale Einstellungen

DXF Globale Einstellungen


Einstellungen für das Fräsen:


Z-Tiefe

  • Wert, wie tief ins Material gefräst/gebohrt werden soll.

Spindeldrehzahl

  • Wert für die Drehzahl der Frässpindel

XY-Vorschub

  • Wert für den G1-Vorschub in mm/min

Werkzeug

  • Das zu benutzende Werkzeug aus der Werkzeugliste

Z-Vorschub

  • G1-Vorschub der zum Eintauchen ins Material verwendet werden soll.


Einstellungen für das Bohren:


Diese Daten sind getrennt von den Fräsdaten einstellbar.

G81/G82/G83/kein Zyklus:
Hier wird gewählt, ob ein Bohrzyklus verwendet werden soll. Wird kein Zyklus ausgewählt, wird Code erzeugt, der sich so verhält, als wenn G81 gewählt wurde.

Z-Tiefe:
Bohrlochtiefe in mm

Rückzug R:
Rückzugsebene, auf den der Bohrer zurückgezogen wird, bevor ein neues Loch gebohrt wird bzw. erneut eingetaucht wird.

DWELL:
Pausenzeit, die am Grund verweilt werden soll (G82)

Entspänen:
Tiefe, um die zugestellt werden soll (G83)


Reiter: Einstellungen

In diesem Feld werden die allgemeinen Daten zur Maschine bzw. dem Werkstück/Material angegeben.

DXF Import Einstellungen

DXF Import Einstellungen

Z-Werte von Material und Maschine


Materialoberseite:
Höchste Stelle des Materials, in das gefräst/gebohrt werden soll

Z-Sicherheithöhe:
Höhe, in der gefahrlos mit Eilgang (G0) gefahren werden darf, ohne mit Spannmittel zu kollidieren.

Allgemeine Einstellungen:

Parameter speichern
Wenn diese Option angewählt ist, werden alle Einstellungen gespeichert und werden beim nächsten Import wieder abgerufen.
Das Zurücksetzen aller Werte auf Werkseinstellung erfolgt mit dem Knopf „Standard-Werte“.

CV-Modus
Wenn angewählt, wird der Constant-Velocity-Modus anstelle des Exakt-Stop-Modus gewählt.

Zeilennummern erzeugen
Wenn angewählt, werden Zeilennummern im G-Code ausgegeben.

Datei im Zoll-Maßstab
Wenn dieses Feld markiert wird, werden die Koordinaten in der Datei als Zoll-Maßangaben interpretiert.

Skalierung:
Hier kann ein beliebiger Wert zum Skalieren der Datei angegeben werden. 0.5 zum Beispiel halbiert die Datei, d.h. eine 100x100mm große Vorlage ist nun nur noch 50x50mm groß, eine Angabe von 2.35 hingegen würde eine 100x100mm große Datei zu 235x235mm skalieren.

Programm-Extremwerte
Hier werden die maximalen Koordinaten des gesamten Programmes dargestellt. Ebenfalls wird die absolute Größe des Werkstückes angezeigt. Beim aktivieren/deaktivieren von einzelnen Layern wird dieser Wert automatisch neu berechnet. Es werden also nur die Maße der aktiven Layer angezeigt.

Layer-Details (Layer Liste):

DXF Layer Details

DXF Layer Details

Durch Rechtsklick mit der Maus auf einen Layer in der Layer-Liste werden die globalen Einstellungen zugewiesen bzw. man kann sich die eingestellten Werte anzeigen lassen u8nd abändern. So können für jeden Layer individuelle Werte für Vorschub, Z-Tiefe, Werkzeug oder Bohren eingestellt werden. Die Beschreibung der einzelnen Werte ist identisch mit den oben beschreibenen globalen Werten.


Erweiterte Bearbeitung / Pfad-Details:


Durch Klick auf die Schaltfläche „Pfad-Details“ öffnet sich folgendes Fenster:

Segmentauswahl

In der linken oberen Ecke ist eine Liste aller Segmente, die diese Datei beinhaltet. Durch Klick auf eins dieser Segmente wird dieses „Hellgrün“. Gleichzeitig werden die Felder unterhalb dieser Liste aktiv. Durch deaktivieren des Häkchens in „Aktiv“ kann man das gewählte Segment vom Export ausschließen.
doppelte Linien

Das ist hilfreich, wenn die Datei doppelte Linien beinhaltet oder Elemente, die nicht gefräst/geläsert werden sollen. Durch aktivieren des Häkchens in „Gelöschte anzeigen“ werden nur noch die bereits deaktivierten Elemente angezeigt.

Navigieren in der Grafik

In der Grafik kann man mit gedrückter Maustaste das Bild verschieben, mit gedrückter rechter Maustaste kann man zoomen. Durch Klick auf den Button „Reset Pan/Zoom“ stellt man wieder den Originalzustand her.

Optimieren der Zeichnungsdatei

Bei Dateien, die aus unzähligen kleinen Liniensegmenten bestehen, kann es sinnvoll sein, die Segmente nochmals zu sortieren und aneinander zuketten. Dies kann ausgelöst werden durch die Schaltfläche „Optimiere Pfad“. Diese Option ist leider NICHT rückgängig zu machen, falls also ein unerwartetes Resultat entsteht, z.b. Bei doppelten Linien, ist der Import noch einmal zu wiederholen.

Die Konvertierung:

Nach Bestätigen der Schaltfläche Konvertierung starten werden die Daten in G-Code gewandelt und automatisch als Programm geladen. Die konvertierten Daten sind zum besseren Verständnis dokumentiert:

(Kinetic-NC DXF Import Filter)
(Filter Version: V1.0)
(converted from: C:DXFsamples_dxfhasen.dxf)
(circle mode JK relative)
%
N10 G64 (constant velocity mode)
N20 G21 (Metrisch)
N30 G90
N40 G0 Z50 (move to secure Z-hight)

(Pocessing vector data from layer EBENE_1)

(Tool Change)
N50 Z55
N60 M6 T1
N70 M3 S1000
N80 G0 Z50
(Processing segment: 0, containing 603 elements)
X-1.45876 Y4.08865

Der erzeugte Code wird teilweise optimiert generiert. Das heißt, es werden G-Befehle und F-Kommandos nur dann ausgegeben, wenn sich der Befehl ändert. Koordinaten werden nur dann ausgegeben, wenn sie sich zur aktuellen Position unterscheiden. Zur besseren Lesbarkeit werden aber die Befehle und Parameter mit Leerzeichen voneinander getrennt.

Speichern der Datei

Die konvertierte Datei wird mit der Endung .nc im gleichen Ordner gespeichert, aus dem die .dxf-Datei geöffnet wurde. Es ist deshalb darauf zu achten, das das Programm KinetiC-NC auch Schreibrechte auf den Datenträger hat, von dem die dxf-Datei geöffnet wurde (z.B. nicht von einer DC/DVD).

Besonderheiten beim Import von Elementen aus DXF-Dateien.

Polylinien werden normalerweise gekennzeichnet, ob diese geschlossen sind, oder nicht. Leider klappt das nicht immer. Deswegen wird beim Import geschaut, ob der erste Punkt mit dem Letzten übereinstimmt. Wenn das der Fall ist, wird die Linie in jedem Fall als geschlossen markiert, auch wenn in der DXF-Datei offen steht. Falls die Datei als geschlossene Linie gespeichert wurde, aber die Endpunkte nicht übereinstimmen, wird die Linie geschlossen.


Hinweis für erfahrene Benutzer

Doppelte Elemente:

Leider exportieren viele Programme DXF-Dateien sehr unsauber. Dazu gehört zum Beispiel auch Corel-Draw. Oft passiert das, weil die Linien im Zeichenprogramm eine gewisse Dicke haben. Dann exportiert das Programm jede Linienseite für sich, so entstehen doppelte Linien. Da das aber oft auch sehr inkonsequent und ungenau umgesetzt wird, kommen sehr eigenartige Segmente heraus. Diese sind nie zu 100% identisch deckungsgleich, sondern unterscheiden sich immer etwas.

Der Importfilter möchte hier nicht entscheiden, welches Segment „besser“ oder „schlechter“ exportiert wurde. Auch macht es keinen Sinn, die wirklich deckungsgleichen Elemente zu löschen und nur den Rest stehen zu lassen.

Abhilfe bei schlechten Vorlagen

Beim Import werden alle zusammenhängenden Segmente nummeriert und mit einem Kommentar versehen.
Wenn beim Öffnen einer Datei doppelte Linien sichtbar sind, ist die beste Vorgehensweise folgende:

Import der Datei mit hohen Vorschubswerten und kleinen Z-Werten zum Testen.

Test der Datei OHNE Maschine im Demo-Modus. Dabei kann man deutlich sehen, welches die „besseren“ Segmente sind und welche gelöscht werden sollen. Man kann sich bei so einem Testlauf die falschen Segmentnummern notieren.
Import der Datei mit den korrekten Vorschüben und Z-Werten.

Öffnen der Datei mit dem Editor und entfernen aller vorher notierten, doppelten Segmente.
Keine vorhanden Importdaten bzw. Meldung „Fehler beim Parsen der DXF-Datei, falsche Version?“
Es kann vorkommen, das manche Programme beim DXF-Export z.B. Schriften in Splines zerlegen. Der KinetiC-NC-Importfilter liest aber keine Splines. Versuchen Sie in diesem Fall, in einem älteren Dateiformat zu speichern, was noch keine Splines unterstützt, z.B. Autocad DXF R10 oder älter.
Generell ist es eine gute Vorgehensweise, bei Importfehlern stets das älteste Dateiformat was zur Verfügung gestellt wird, zu verwenden.